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Zur Vereinsgeschichte
Die Idee eine Tanzsportabteilung im Postsportverein zu gründen, entwickelte sich schon Anfang der 60er Jahre im Post-Kollegenkreis. Kurt Sauer übernahm die Initiative, besorgte einen Raum im Postamt Wilmersdorf und schon bald wuchs die Interessengemeinschaft auf 90 Mitglieder an.

Von Anfang an gab es im Breitensportbereich zwei Gruppen; eine Anfängergruppe (Max) und eine Fortgeschrittenengruppe (Moritz).

Die ebenfalls gegründete Turniergruppe löste sich leider schon nach kurzer Zeit wieder auf, so dass bis 1985 ausschließlich Breitensport betrieben worden ist.

Einmal in der Woche fand das Training statt, für die Formation ein zweites Mal. Regelmäßig nahmen wir am Ball des Post SV teil, wofür die ersten Choreographien einstudiert wurden. Wir haben Menuett, Tänze der Jahrhundertwende, Tänze der 20er Jahre, Standard- und auch  Lateinformationen im Programm gehabt.



1960er bis Anfang der 80er

Ende der 60er Jahre gab es dann einen starken Mitgliedereinbruch, aber die Abteilung blieb erhalten. Ein fester Kern bildete sich und man zog in die Räume der Tanzschule Knaul. Leider nicht sehr lange, denn Herbert Knaul wurden die Räumlichkeiten gekündigt. Da er keine gleichwertigen fand, siedelte er nach Osnabrück um. Nun war guter Rat teuer.
Schnell mussten nicht nur ein neuer Trainer, sondern auch neue Räumlichkeiten her. So wurde ein Vertrag mit der Tanzschule Buchholz in Friedenau abgeschlossen. Die Mitgliederzahl stieg wieder an, erreichte aber nicht mehr den Anfangsstand. In der relativ kleinen Mitgliederschar wurden viele persönliche Kontakte geknüpft, die bis heute erhalten geblieben sind und auch mit jedem neuen Mitglied weitergegeben werden, so dass es neben den Trainingsabenden nun auch viele andere Gemeinsamkeiten gab und gibt. Man wanderte gemeinsam mit dem PostSV, zum Weihnachtsfest gab es die heute noch traditionellen Kerzenabende und auch die „Herbstfahrt“, eine gemeinsame Busreise über ein Wochenende im Herbst mit viel touristischem Angebot und einem zünftigen Tanzabend, wurde damals aus der Taufe gehoben.
Eine neue Breitensport-Standardformation wurde einstudiert, die bei den verschiedensten Veranstaltungen wie z. B. Seniorenweihnachtsfeiern, Straßenfesten oder Familienfeiern aufgeführt wurde. Darüber hinaus legten viele Mitglieder die Prüfung für das Tanzsportabzeichen (DTSA) in Bronze, Silber oder Gold ab.
In diesen Jahren wurde auch das sog. Trainingswochenende eingeführt. Zunächst wurde an einem Wochenende im Frühjahr oder Herbst an beiden Tagen in einer anderen Trainingsstätte in Berlin ein Intensivtraining durchgeführt. Nach der Wiedervereinigung suchten wir uns dann Trainingsstätten mit Übernachtungsmöglichkeit meist außerhalb Berlins, trainierten am Sonnabend heftig, verlebten aber auch einen gemütlichen Abend (meist mit handgemachter Musik) und machten den Sonntag zum Ausflugstag.
Eine weitere Tradition wurde auch in diesen Jahren begründet: das Faschingstraining. An Fastnacht, Dienstag war schon immer der Trainingstag, erschienen die Mitglieder phantasievoll kostümiert zum Training, das natürlich durch ein geselliges Beisammensein bei Pfannkuchen und Sekt mit gelegentlichen Tanzeinlagen oder Gruppentänzen ergänzt wurde.
 
1985
Im Mai 1985 gab es wieder eine Veränderung. Eine Formationsgruppe „Lateinamerikanische Tänze" mit ihrem Trainer Rainer Sprechert hatte sich von ihrem alten Verein getrennt und wurde Mitglied in unserer TSA Blau-Gelb im PostSV. Im Januar 1986 wurde dieses Team Berliner Vizemeister in der Lateinamerikanischen Formation. Über die weitere Entwicklung dieses Teams wird in einem separaten Abschnitt dieser Vereinsgeschichte berichtet.

1987
Nachdem Herbert Buchholz 1987 verstarb, standen wir abermals ohne Trainer und auch ohne Trainingsstätte da, weil der Erwerber der Tanzschule Buchholz kein Interesse an einem Tanzclub hatte. Es blieben uns diesmal nur die vom Hauptverein gestellten Räumlichkeiten. Somit übten wir in Turnhallen, und wenn auch der Boden nicht so ideal zum Tanzen war, Platz jedoch hatten wir nun reichlich. Das Training übernahm der Trainer der Lateinformation, Rainer Sprechert.
  
1989 und die ersten 90er
1989 war es dann die politische Situation, die uns aus den Turnhallen warf, weil diese als provisorische Unterkünfte für Flüchtlinge und Aussiedler gebraucht wurden. Schon wieder zogen wir um. Wir hatten mit dem "Berliner Tanzclub" (BTC) Kontakt aufgenommen, und so konnten wir für unsere Trainingsabende deren Räumlichkeiten in der Oudenarder Straße (ehem. Osram - Gebäude) im Bezirk Wedding anmieten. Durch diese zusätzlichen Kosten war zwar eine Beitragserhöhung nicht zu verhindern, aber wir durften nun wieder auf Parkettboden und vor einer großen Spiegelwand tanzen; das war uns den Preis wert.
Mit jedem Ortswechsel war schon fast "traditionell" auch ein Trainerwechsel verbunden. Matthias Holland, Formationsmitglied und als Turniertänzer im BTC aktiv, übernahm unser Training.

Unsere Breitensport-Formation hatte sich auch eine neue Aufgabe gestellt: Sie wollte in Zukunft an den Breitensport-Formations-Wettbewerben in den Standardtänzen teilnehmen. Hartes Training folgte.

 

Bild 24

Wieder gab es viele Auftritte auf den unterschiedlichsten Veranstaltungen, u. a. "Veranstaltung 500 Jahre Post", zum "Tag des Postsports" im „Stadion der Weltjugend“ (Vereinigungsfeier der Postsportvereine Ost und West), zum Ball ,,30 Jahre TTC" und viele andere mehr.
 
Im Jahr 1990 sind wir erneut auf Raumsuche gegangen, denn die Miete beim BTC konnten wir bei der zahlenmäßig leider stagnierenden Mitgliederzahl nicht länger aufbringen.
Wir fanden in der Klosterstraße in Berlin-Mitte einen Saal in einem Telekom-Gebäude. Der "traditionelle" neue Trainer war Udo Rosanski, Standard-Profitänzer und Trainer unseres A-Teams, der nun eifrig bemüht war, uns die "richtige Haltung" beizubringen. Als Trainer mit A-Lizenz konnten wir Udo nicht sehr lange halten, ihn riefen andere sportliche Herausforderungen.
Sein Nachfolger Jörg Ruhland setzte zunächst das Training in Richtung Haltung fort. Sein Motto: "Lange Tanzfolgen sollten nicht das Entscheidende des Tanzens sein, sondern wenig aber gut ist besser als lang und gepatzt."
 
1995
Ab 1995 veranstaltete der Hauptverein keine Bälle mehr. Von diesem Zeitpunkt an übernahmen wir als Abteilung diese Aufgabe. Wir führten sehr schöne Veranstaltungen im Festzentrum der Trabrennbahn Mariendorf und einmal auch gemeinsam mit der Segelabteilung im „Palais am See“ in Tegel durch. Mit einem Ballturnier haben wir im Jahr 1996 versucht Ballgäste anzulocken. Da die Nachfrage aber von Jahr zu Jahr nachgelassen hatte, veranstalten wir leider seit 2001 auch keine Bälle mehr.
 
1997
Mit der Fertigstellung unseres Vereinsheims im Herbst 1997 zogen wir wieder um: nach Wilmersdorf in die Forckenbeckstraße 18, wo wir bis heute 3 x wöchentlich Trainingseinheiten anbieten können - ein weiteres sonntägliches Tanztee-Angebot hat sich allerdings nicht durchgesetzt.
Diesmal nahmen wir den Trainer mit, den wir dann bis zum März 2004 behalten haben. Jörg hatte aus beruflichen Gründen den Wohnort gewechselt und musste uns daher verlassen; solange wie er - 8 Jahre - hatte uns bisher noch kein Trainer unter seinen Fittichen gehabt.
Auch die Breitensport-Formationsgruppe verlegte 1997 ihr Training in die Forckenbeckstraße. Sie war lange Zeit im Telekom-Gebäude in der Dernburgstraße untergebracht. Das Training hat erfreulicherweise etwas mehr Zulauf gefunden, so dass wir mit ca. 10 Paaren die leider zwischenzeitlich immer weniger werdenden Auftritte - überwiegend privater Natur – mit ausreichend viel Tänzerinnen und Tänzern absolvieren können.
 
Ebenfalls seit 1997 können wir freitags im Vereinsheim ein zusätzliches Training anbieten. Hier soll Tanzpaaren, die Nachholbedarf haben oder an den Leistungsstandard der älteren Mitglieder heran geführt werden wollen, eine zusätzliche Trainingsmöglichkeit offen stehen. Dieses Training wird sehr gut angenommen, so dass es mitunter regelrecht eng im Trainingsraum wurde.
 
Mitte der 90er Jahre
hatte sich unser A-Team mit der Standard-Formation endlich in die 1.Bundesliga hochgetanzt und nach einem Abstieg mit sofortigem Wiederaufstieg im Jahr 1997 endgültig im "Oberhaus" etabliert. Da es für jeden Verein erstrebenswert ist einen Wettkampf vor eigenem Publikum durchzuführen, haben natürlich auch wir mehrere Bundesligaturniere nach Berlin geholt. Sie finden noch immer am 3.Sonnabend des Januars statt und beinhalten am nächsten Tag die Durchführung eines Berliner Meisterschaftsturniers, in der Regel Standard der Kinder und Jugendlichen, heute sind auch noch die Senioren dabei.
Diese Turniere waren für uns immer eine große Herausforderung - unabhängig von der sportlichen Seite. Wir als Breitensportler waren bemüht, unsere Leistungssportler von allen organisatorischen Dingen zu entlasten. Das hat auch immer sehr gut geklappt, das Engagement unserer Mitglieder war riesig. Lediglich am Sonntag mussten wir die Hilfe eines anderen Vereins in Anspruch nehmen, da wir nicht in vollem Umfang über das Know-how und Personal für die sportliche Durchführung einer Landesmeisterschaft verfügten.
Dafür waren wir im Catering-Bereich "nicht zu schlagen". Wir führten schließlich mit anderen Vereinen auch mehrere Landesmeisterschaften außerhalb der Bundesligaturniere durch - die Partner erledigten den sportlichen Bereich, wir kümmerten uns um die Organisation. Die Herren des A-Teams waren für die schwereren körperlichen Arbeiten zuständig (Parkett, Teppich, Ausschmückung der Halle) und bedankten sich auf diese Weise bei uns für unsere Unterstützung bei ihren Turnieren. Da das immer bestens funktionierte, arbeiteten die anderen Vereine gern mit uns zusammen - und auch unsere Kasse profitierte von diesen Veranstaltungen enorm.
 
2002
Im Frühjahr 2002 stießen durch Vermittlung unseres A-Team- Trainerpaars acht Turnierpaare verschiedener Alters- und Leistungsklassen zu uns. Wir hatten gehofft, dass wir jetzt auch im Leistungssportbereich in Berlin Fuß fassen könnten, doch leider blieb diese Hoffnung unerfüllt.
 
2003
Nach dem Weggang des A-Teams im Sommer 2003 verließen uns nach einigen Problemen mit der Trainingsabrechnung auch die Turniertänzer und folgten so ihren Trainern. Allerdings haben wir noch im Januar 2003 auf Grund der Kompetenz dieser Tänzer erstmals ein Turnierwochenende ohne fremde Hilfe durchführen können - darauf waren wir richtig stolz. Es war jetzt aber "Ruhe" in das Vereinsleben eingekehrt, denn im Breitensportbereich gibt es normalerweise keine größeren Probleme für den Vorstand.
Für das Trainingswochenende hatten wir erstmals einen externen Trainer engagieren müssen, da uns Jörg aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung stand. Wir fanden Frau Keller, Inhaberin der Tanzschule Dieter Keller in der Schloßstrasse in Steglitz. Seitdem hat sie uns in jedem Jahr betreut, viele unserer Mitglieder haben darüber hinaus auch Veranstaltungen ihrer Tanzschule besucht, besonders beliebt waren die Silvesterfeiern.
 

2004

Unserem Trainer Jörg Ruhland folgte im März 2004 ein junges, hochmotiviertes Trainerpaar, Marisa Hubl und Dennis Garappa, was für uns eine völlig neue Trainingsqualität darstellte. Zum einen haben beide aufgrund Ihrer persönlichen Erfolgsskala im Tanzsport zunächst an uns relativ hohe Anforderungen gestellt, andererseits haben wir durch die paarweise Darstellung der Figuren ein sehr anschauliches Training genossen. Da nun beide Geschlechter gleichzeitig ihre Schrittfolgen üben konnte, wurde es aber auch sehr viel anstrengender.
 

2005
Am 1.Januar tritt die Namensänderung des Vereins in Kraft. Aus dem Postsportverein wird der Pro Sport Berlin 24 e.V. Für unsere Abteilung hat das keine weitere Auswirkung, abgesehen von der Anschaffung neuer Wimpel.
 

Ab 2006

Im Frühjahr 2006 hat uns Dennis Garappa verlassen um einen neuen Versuch einer eigenen tanzsportlichen Karriere zu unternehmen. Seitdem trainiert uns Marisa Hubl allein.

Die Mitgliederentwicklung stagnierte lange Zeit, erst ab 2007 sind wieder mehrere Paare eingetreten und haben unseren recht hohen Altersdurchschnitt etwas nach unten gedrückt. Trotzdem ist er immer noch recht hoch – Tanz als Breitensport ist wohl nur etwas für die „reifere Jugend“.
Die Gemeinsamkeit in der Abteilung wird immer noch großgeschrieben. Nach dem Training trifft man sich regelmäßig in der Vereinspinte und Ausflüge, Feiern und Reisen stehen wie eh und je auf dem Programm.
Mitte 2006 wurde der „Kulturstammtisch" eingerichtet, der sofort rege angenommen wurde. Hier treffen sich interessierte aktive und fördernde Mitglieder und verabreden Besichtigungen, Wanderungen usw. Da wir im Laufe der Jahre schon mehrere Tanzfreundinnen und -freunde verloren haben, ihre Partner aber weiterhin bei uns Mitglieder blieben, bieten wir diesem Personenkreis hier die Möglichkeit, auf diese Weise weiterhin aktiv am Vereinsleben teilzunehmen – denn tanzen kann man bei uns eben nur zu zweit!
Leider hat unser sehr erfolgreiches Reiseteam Reiner und Hotti 2008 seine letzte Herbstreise, ihre 11. Fahrt, organisiert, Nachfolger haben sich nicht gefunden, schade. Näheres über diese Reisen schildern Ingrid und Norbert in einem ausführlichen Bericht.
Anfang 2008, anlässlich eines “200. Geburtstages“, haben sich vier Paare zusammengefunden, eine Square Dance Formation eingeübt und sehr erfolgreich zur Aufführung gebracht. Das hat die Gruppe so motiviert, dass sie es weiterführen und auch die nächsten Feierlichkeiten damit bereichern werden. Außerdem wurde auf dieser Feier erstmals eine Paso Doble Formation gezeigt.

Ab 2009
Der 2009 gewählte neue Vorstand hatte sich vorgenommen, mit einer neuen Philosophie die Abteilung zu führen: Die Aufgabenverteilung sollte nicht mehr streng nach Geschäftsordnung erfolgen und die Mitglieder sollten mehr in die Vereinsarbeit eingebunden werden. Die Wahl eines kollektiven Vorstands wurde allerdings vom Präsidium aus rechtlichen Gründen nicht anerkannt, so dass eine Nachwahl mit personeller Zuordnung zu den Funktionen erfolgen musste.

In der Praxis arbeitet der neue Abteilungsvorstand seitdem recht unkonventionell, was von den Mitgliedern wohlwollend aufgenommen wird und hat sehr schnell für uns im Internet eine eigene Homepage eingerichtet (
www.psb24-tanzen.de), auf der das Leben unserer Abteilung mit Berichten und Photos auf mehreren verschiedenen Seiten ausführlich dargestellt wird. In der Zwischenzeit musste die Seite wegen des steigenden Umfangs mehrfach erweitert werden.
Nach mehreren Jahren wurde 2009 wieder eine Tanzsportabzeichen-abnahme durchgeführt. Sechs Paare haben daran teilgenommen - alle haben es erreicht!

Ein weiterer Höhepunkt dieses Jahres war die Teilnahme unserer Abteilung an der Dominosteinaktion anlässlich des 20. Jahrestages des Falls der Berliner Mauer. Unser Stein stand an zentraler Stelle in der Ebertstraße gegenüber dem Holocaust-Denkmal, war bei der ZDF-Fernsehübertragung gut zu sehen und schaffte es sogar auf die Titelseite der Zeitung „Tagesspiegel“. In den folgenden Monaten „tingelte“ er als einer der besten Steine durch verschiedene Ausstellungsorte z. B. Ost- und Hauptbahnhof; jetzt hat er seinen Platz im Besprechungsraum der Geschäftsstelle gefunden.

Im Jahr 2010 mussten wir längere Zeit auf unsere Trainerin Marisa verzichten. Sie hatte sich entschlossen, Nachwuchs zu bekommen. Als Vertretung schickte sie uns Julia Mansbart, die ihrerseits bei Bedarf von Jürgen Seifert vertreten wurde, was uns ab und zu in den Genuss brachte, von beiden trainiert zu werden.
Der Kulturkreis hatte in diesem Jahr viele sehr interessante Events angeboten, die sehr großen Zuspruch fanden. Das zeigt, dass in unserer Abteilung die Gemeinsamkeit der Aktiven und fördernden Mitglieder sehr groß ist.

Das Hauptereignis in 2011 war der Trainerwechsel. Marisa zog aus beruflichen Gründen nach Bremen. Als Nachfolger wurde Mike Schmiedel gewonnen, der uns seit Februar mit einer völlig anderen Philosophie trainiert. Er ist ein Techniker unter den Tänzern, der sehr viel Wert auf die korrekte Ausführung der Bewegungsabläufe legt.

Die Formation hatte schon seit längere Zeit keine spektakulären Auftritte mehr, doch war sie bei größeren Geburtstagsfeiern regelmäßig mit z. T. sehr originellen Darbietungen präsent.

Das Zusatztraining am Freitag wurde weiterhin gut angenommen, und viele Paare absolvierten darüber hinaus noch wochenendliche Tanzseminare in z. B. Tango Argentino, Disco Fox usw.



Ab 2012

Am 24. Januar 2012 feierte unsere Abteilung ihr 50jähriges Bestehen – auf den Tag genau wurde dieses Ereignis mit einem Festakt im Vereinsheim begangen.

Zunächst wurde in der "Pinte" zum Sektempfang geladen, einige Textbeiträge erzählten die Abteilungsgeschichte und machten auch einen Ausblick in die Zukunft.

Anschließend wurde die Feier in den Ballett-Saal verlagert, wo uns zunächst "Wolle-Film" die Vereinsgeschichte präsentierte und anschließend die Formation mit einer Trainingseinheit nach einer alten Tonaufnahme aus der Zeit des Trainers Herbert Knaul (1962 – 1969) überraschte.

Die eigentliche Jubiläumsfeier fand dann am 09. Juni 2012 auf "MS Spree-Comtess" der Reederei Riedel statt. Eine ausführliche Schilderung kann auf unserer Startseite aufgerufen werden.

Unser Trainer Mike Schmiedel führte im Frühjahr 2012 mit dem Hintergrund für uns neue Mitglieder zu werben in unserem Vereinsheim einen Tanzkurs für Anfänger durch, der auch gut besucht wurde. Dieser Kurs wurde 2013 wiederholt, der Erfolg gab unserem Trainer recht – wir haben einen Mitgliederbestand wie schon lange nicht mehr!



Verfasser: Ilona und Axel Noack





TSA Blau-Gelb im Postsportverein Berlin    A-Team


Gründungsdatum:
Mitte der 80er Jahre
Austritt aus dem Verein:
2003
Trainingsstätte:
Gretel-Bergmann-Halle, Rudolstädter Str. 77, 10713 Berlin
Trainingsangebot:
Turniertanz
Formationstanz: Standard
Trainer und Übungsleiter:
Janette Marmulla (Tanzlehrerin) von Beginn - 1990
Rainer Sprechert (Tanzlehrer) von Beginn - 1990
Udo Rosanski (A-Lizenz) 1990 - 1999
Ute Wellner verh. Rosanski (A-Lizenz) 1994 - 2003

Mitte der 80er Jahre fanden sich aus diversen Vereinen formationsbegeisterte Tänzerinnen und Tänzer unter dem Dach des TTC Blau-Gelb im PostSV Berlin zusammen. Anfangs wurde in der Latein- und der Standardformation gearbeitet. Der TTC Blau-Gelb war damals der führende Formationsclub Berlins.

Ausdruck dessen waren u. a. die unter den Trainern Rainer Sprechert und Janette Marmulla mit dem Standardteam errungenen Norddeutschen Titel (1987, 1988, 1989), die drei Berliner Meisterschaften (ebenfalls 1987 - 1989) sowie die jeweilige Teilnahme an den Aufstiegsturnieren zur 1. Bundesliga in den gleichen Jahren.
1990 wurde nach einjähriger Pause erneut eine Lateinformation durch Janette Marmulla gegründet. Zwar errang die Mannschaft bei der bis heute letzten Berliner Meisterschaft in dieser Disziplin auf Anhieb den 3. Platz, doch fiel das Team als 4. der Oberliga Nord am Ende der Saison wieder auseinander.

Im Jahr
1990 konnte erstmals die Berliner Vizemeisterschaft errungen werden, in der Regionalliga Nord stand am Ende aber nur Platz 3 zu Buche. Vielleicht geprägt durch den jeweils knapp verpassten Erstligaaufstieg in den zurückliegenden drei Jahren verfehlte das Team auf dem kombinierten Aufstiegsturnier zur 1. Bundesliga und zur neuen 2. Bundesliga wieder das Aufstiegsziel (mit einem enttäuschenden 8. Platz bei neun Teilnehmern).

1991 fand nun der große Umbruch statt. Ganze sechs Tänzer blieben vom alten Team übrig. Das Management wurde verändert und Udo Rosanski (Trainer) und Michael Heinlein (Choreographie) übernahmen das Ruder. Wiederum wurde die Regionalligasaison mit Platz 3 beendet und trotz des Neuaufbaus wurde völlig überraschend der direkte Aufstieg zur 2. Bundesliga erneut knapp verpasst.

Ab
1992 ging es dann steil aufwärts. Es wurden die durchgeführten 5 Turniere mit jeweils fünf Einsen überlegen gewonnen. Die 4. Norddeutsche Meisterschaft wurde gefeiert - doch viel mehr noch der unter Udo Rosanski gelungene Aufstieg in die 2. Bundesliga.

1993 etablierte sich das A-Team des TTC Blau-Gelb als Zweitliganeuling in beeindruckender Art und Weise. Trotz eines klassischen Fehlstarts rollte die Mannschaft die 2. Bundesliga von hinten auf, steigerte sich von Turnier zu Turnier und schloss schließlich mit dem Sieg beim letzten der fünf Ligaturniere in Dülmen (Münster) die Saison ab. Nur der anfängliche letzte Platz verhinderte in diesem Jahr den Durchmarsch von der Regionalliga zur 1. Bundesliga.
Nach und nach starteten die Mannschaftsmitglieder des A-Teams zusätzlich auch als Einzeltänzer für den TTC Blau-Gelb Berlin. So errangen u. a. Marion Machalet
IAlexander Wollschlaeger 1993 die Berliner Meisterschaften im D/Standard.

In der Saison
1993/94 wurden mehrere Zehntausend Mark in die Formation investiert (Kleider, Fräcke, Musik). Die Mannschaft wurde von Jahr zu Jahr verstärkt, ohne die vorhandene "Formationsintelligenz" zu verlieren. Der PostSV und die Sponsoren setzen in diesem Jahr große Erwartungen in das A-Team und die Trainer.
Die Standardformation stand
1994 kurzzeitig vor der Tür zur 1. Formationsbundesliga. Ziel des A-Teams war auch die mit dem Aufstieg automatisch verbundene Teilnahme an der Deutschen Formationsmeisterschaft am 22.10.1994 in der Berliner Deutschlandhalle. Der TTC Blau-Gelb Berlin galt als einer der Favoriten auf die beiden ersten Plätze, die den direkten Aufstieg zur 1. Bundesliga bedeuten, doch wurde beim letzten Turnier im Mai 1994 vor heimischem Publikum der Aufstieg hauchdünn verpasst.
Als Entschädigung durfte das A-Team nur zwei Wochen später die Deutschen Farben im Mekka des Tanzsports vertreten, bei einem offenen Turnier in Blackpool (England). Es wurde wiederum nur ganz knapp geschlagen und erreichte mit dem 2. Platz eine Platzierung, die eine deutsche Formation – egal ob Standard oder Latein – schon seit mehr als 10 Jahren nicht geschafft hatte!

Ab der Saison
1994/95 trainierten Udo Rosanski und Ute Wellner (seit 1996 verh. Rosanski) das A-Team. Nach einem furiosen Start in die neue Saison war diesmal der Aufstieg in die 1. Bundesliga der Mannschaft schon vor dem letzten Turnier nicht mehr zu nehmen. Zum Saisonabschluss konnte das Team einer Einladung zu einem Turnier in Sri Lanka folgen.

Leider musste das A-Team
1996 wieder in die 2.Bundesliga zurück, hat sich aber - als zwischenzeitlich in TSA Blau – Gelb im PostSV Berlin umbenannte Abteilung - 1997 endgültig in der 1. Bundesliga etabliert. Es wurden seitdem sowohl bei den Deutschen Meisterschaften als auch im Liga-Betrieb Plätze zwischen 3 und 5 belegt.

Im Jahr
2003 hat das Team nach langwierigen erfolglosen Verhandlungen um neue Musik und Kleidung den Verein verlassen, da das Präsidium sich nicht in der Lage sah, eine Vorfinanzierung zu leisten. Seitdem tanzt das Team beim OTK Schwarz-Weiß 1922 im Sport Club Siemensstadt. Die Formation wurde gut im neuen Verein aufgenommen und fühlte sich dort sehr wohl. Der OTK hat eine relativ große Tanzsportabteilung und somit eine absolut professionelle Leitung, mit der das A-Team die "gewohnte" Karriere in der 1. Bundesliga fortsetzen konnte.

Nach einem Trainerwechsel führte das neue Trainerteam unter Horst Beer die Mannschaft sogar zu einer Teilnahme an einer Europameisterschaft. Das Team bekam aber zunehmend Probleme mit dem Nachwuchs – und so konnten 2012 die Abgänge nicht mehr ersetzt werden, so dass man sich entschloss, den Platz in der 1. Bundesliga zurückzugeben und das Team aufzulösen.

Verfasser: Axel Noack




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