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Discofox
Manche haben den Discofox zu ihrem Lieblingstanz gekürt. Für die Entstehung des Discofox waren vor allem zwei Gründe ausschlaggebend. Nach der Beatwelle der 60er Jahre mit ih­rem Einzeltanzstil (Solo-Dan­cing) hatte man etwa 1973/74 das Bedürfnis, sich beim Tanzen wieder paarweise zu bewegen. Zum anderen entwickelte sich Anfang der 70er Jahre die Discomusik, Erinnert sei nur an Hits wie "Rock your baby". Amerikanische Beattänzer entwickelten dazu einen Paartanz, den Hustle.

 
In Deutschland entstand paral­lel dazu eine vereinfachte Form. Da sie sich aus der Grund­bewegung des Foxtrotts - gemischt mit Boogie-Woogie und Swingelementen - entwickelte, wurde sie Beat-Fox oder Swing­Fox genannt. Begünstigt wur­de die Vervollkommnung durch Tanzfilme wie "Saturday Night Fever" und die in den 80er Jah­ren ganz Europa erfassende Discowelle. Die Tänzer passten Bewegungsstil und Tanzhal­tung der neuen temperament­vollen Musik an. Da der Grund­schritt sehr einfach war, konnte man ihn schnell erlernen und nach jeder Musik, auf jeder Par­ty im neuen Disco-Rhythmus tanzen. Der Schritt wurde Disco­fox oder Discoswing genannt. Aus dem Hustle übernahm man interessante Figuren.
 
Im Gegensatz zum Foxtrott ist der Discofox ein stationärer Tanz mit Drehbewegungen und Wickelfiguren auf der Stelle. Er kann also auch bei wenig Platz getanzt werden. Auch ist man beim Discofox von fast jedem tänzerischen Zwang befreit, man kann individuelle Schritte und Bewegungen beliebig einbauen. Gleiches gilt für die Tanz­haltung. Man steht sich entwe­der in geschlossener (Latein) oder in offener (Doppelhandfassung) Haltung gegenüber. Dabei werden die Hände oben oder unten gefasst, allerdings trotz allem mit Spannung in den Unterarmen, da sonst das gera­de beim Discofox sehr wichtige Führen und Geführtwerden un­möglich wäre.

Heute haben sich sowohl der Begriff Discofox wie auch der Tanz mit den verschiedenen Musikwellen weiter entwickelt. Der moderne Modetanz Discofox ist mit dem amerikanischen Hustle verschmolzen.

Wie bei der erwähnten Musik verständlich, ist der Discofox ein sehr schneller Tanz im 4/4- Takt. Hervorstechendes Merkmal ist der (Stampf- )Rhythmus, der sich durch den ganzen Tanz zieht. Deshalb hat auch kaum jemand Probleme mit dem Takt: Man muss nur bei jedem .Bumm" einen Schritt setzen.

Der Grundschritt besteht aus Vorwärts- und Rückwärts­Grundschritt, die in der Regel ab­wechselnd getanzt werden, jeweils drei Schritte bzw. Bein­bewegungen in gleichmäßigem (schnellem) Tempo. Es gibt von ihm mehrere Varianten, die sich von Tanzschule zu Tanzschule unterscheiden können. Wir ha­ben bei Marisa (und auch bei Frau Keller) die sogenannte .Tap- Variante" gelernt.


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