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Mit dem Schiff rund um den Wannsee

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Wenn die Tänzer in letzter Zeit etwas in die Zeitung setzten, dann waren das meist Ausflugsbeschreibungen oder Glückwünsche für Jubilare, so dass sich für Uneingeweihte die Frage stellt: ja, sausen die eigentlich nur noch in der Gegend herum?

Mitnichten, unser Trainingsprogramm wird ganz normal abgewickelt, aber da gibt es leider nichts Spektakuläres zu berichten; wir sind halt lupenreine Breitensportler, die an keinen Wettbewerben teilnehmen. Absolutes sportliches Highlight war für uns kürzlich die Abnahme des Tanzsportabzeichens (Heft 6/2009) - so etwas muss nun für Monate reichen...
 
Aber wie schon mehrfach dargestellt, führen wir ein ausgeprägtes gesellschaftliches Vereinsleben, das auch die fördernden Mitglieder ausdrücklich einbezieht. Wir nennen diese Aktionen Kulturstammtisch oder –treffen. Und so ein Treffen fand am 30.Juni am Schiffsanleger in Wannsee statt. Diesmal hatte Ilona „den Hut auf“ und 22 Tanzmäuse sowie der ihr angetraute Berichterstatter folgten ihr auf das Motorschiff „Tempelhof“ für eine Fahrt rund um die „Wannseer Insel“, zwei Stunden mit viel Natur aber auch viel Sonne.
 
Leider hatte zu Beginn der Fahrt der Schiffsführer die traurige Nachricht zu übermitteln, dass wegen technischer Probleme die Beschreibung der Fahrtroute sowie der Umgebung entfallen müsse. Er selbst kannte sich wohl auch nicht so gut aus, um den defekten Kassettenrecorder durch Lifemoderation zu ersetzen. Aber Ilona und der Berichterstatter als sog. Einheimische konnten für unsere Mitglieder diesen Service weitgehend übernehmen, so dass fast keine Frage unbeantwortet blieb.
 
Durch den kleinen Wannsee, der mit seinen Villen am Ufer der Alster keineswegs nachsteht, den Pohle-, Stölpchen- und Griebnitzsee, der ja z. Z. nicht nur durch die dortigen Villen der UFA-Stars vergangenen Zeiten sondern auch durch die umstrittene Sperrung des Uferwegs auf der Babelsberger Seite im Gespräch ist, fuhren wir durch die Glienicker Lanke am Babelsberger Schloss vorbei unter der weltbekannten „Brücke der Einheit“ bzw. Glienicker Brücke durch hinein in den Jungfernsee.
 
Unterbrochen wurde die Fahrt durch mehr oder weniger gelungene Anlegemanöver, um bei den verschiedenen Haltestellen andere Fahrgäste abzusetzen oder aufzunehmen. Vorbei an der Sacrower Heilandskirche und der Pfaueninsel, an Heckeshorn und dem Strandbad Wannsee erreichten wir mit leichter Verspätung den Anleger Wannsee, wo schon die Fahrgäste für die nächste Rundfahrt warteten.
 
Wir aber versammelten uns an Land rund um einen großen Baumstumpf, auf dem Werner seine traditionelle Mini-Bar aufbaute. Wir hatten die Seefahrt gesund und ohne gleichnamige Krankheit überstanden – das musste erst einmal begossen werden. Anschließend führte Ilona uns in das Restaurant „Loretta am Wannsee“, das leider zum Jahresende schließen muss und vermutlich durch Edelgastronomie ersetzt wird – ein herber Verlust für unsere Region.
 
Das Essen war wie immer gut, auch die Sonne meinte es immer noch gut mit uns, so dass bei der Einen oder dem Anderen am nächsten Tag vielleicht ein kleines Problem zu lösen war. Unser Werner war davon aber keinesfalls betroffen, denn er hatte – wie erwartet – ein kleines Gedicht verfasst, das er allerdings erst hier veröffentlichen will:



Noch'n Gedicht
Ein letztes Wort zu dieser Stunde. Wir waren heut’ ne nette Runde.
Die Sonne schien trotz Meteorologen, die uns von Schauern vorgelogen.
Der Dampfer fuhr im Sonnenlicht mit viel Natur und großer Sicht.

Das Essen schmecke, es war gut und es gefiel wohl allen gut.
Harmonisch klingt der Tag nun aus und wohlgestimmt geh’n wir nach Haus.
Kulturtreff kann uns gut verbinden, wenn wir nur die Termine finden.

(Werner Flemming)
 
Eigentlich hätte es gereicht, wenn wir nur dieses Gedicht in die Zeitung gesetzt hätten, da steht ja alles drin!
Es hat jedenfalls allen Teilnehmern Spaß gemacht, das nächste Treffen ist schon in Arbeit. Wir freuen uns darauf!
 
Axel Noack

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