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Das jährliche Tanztraining unter Leitung von Frau Keller

Tatort: Linden-Kirche in Schmargendorf. 17 Tanzpaare unserer Abteilung fanden sich Sonnabendmittag im Tanzsaal der Linden-Kirche ein. Fünf volle Stunden unterwarfen sie sich dem Programm, das sich Frau Keller für uns zurechtgelegt hatte. Es war ein gepacktes Programm mit nur zwei halbstündigen Kaffee- und Kuchen-Pausen. Für die musikalische Unterstützung sorgte Arno.

Nach einer kurzen Begrüßung schilderte Frau Keller die heutige Tanzwelt. Statt Samba tanzt man jetzt mehr
Salsa, Merengue oder Mambo. Und sie plauderte über langsamere Varianten, wenn zum Beispiel die Schrittfolge des Quicksteps für zu schnell empfunden wird. Man merkt, dass sich Frau Keller als professionelle Tanzlehrerin ständig in der Fachwelt umsieht und –hört.

Nach diesem Entree ging es dann auch gleich zur Sache.
Foxtrott als Äquivalent zum Jive. Also Jive für Behäbigere. 3 Schritte statt 4 pro Takt. Grundschritt, Rechtsdrehung, Linksdrehung, alles einmal, zweimal, dreimal – wie es die Tanzfläche gerade erlaubt. Alles nicht so einfach, speziell die Linksdrehung. 1½ Stunden Konzentration und Fitness. Die Kaffeepause tut gut. Man kann wieder entkrampfen.

Nach einer halben Stunde ging’s weiter. Der zweite Teil war dem
Boogie-Woogie gewidmet. Dieser altbekannte Tanz kann gut nach dem Quickstep-Rhythmus getanzt werden, wenn man es etwas ruhiger angehen möchte. Wir lernen die Figuren Puffer, Schulterfasser, Drehung, Platzwechsel - und das Ganze mit Partnerwechsel - das soll die Schrittsicherheit steigern! Puh, das war reichlich.

Nun der
Jive. Tapp, break, rück - Platz. Kicks und Flicks und 1+2+3+break, Chassee drehen, Chassee Schritt (oder war’s umgekehrt?). Throw away und hinterkreuzen. Welche Reihenfolge? Frau Keller „hasst“ Reihenfolgen. Sie meint: wir sind doch keine Roboter! Weiter - Kreisel! Mir schwirrt der Kopf! Ich habe wieder mal nichts kapiert bzw. von glasklar bis vergessen vergehen nur Sekunden. Aber Frau Kellers Langmut ist unermesslich. Man spürt in jeder Phase der Vorführung ihre Professionalität. Sie lockert die angespannte Phase mit netten Worten auf.

Die nächste Pause haben wir uns wirklich verdient! Leichte Ausfallerscheinungen zeigen sich in den Reihen. Diese anderthalb Stunden hatten es aber auch in sich!

Die dritte Runde wird mit einem Gruppenfoto für unsere Website eingeleitet. Na, zur Vorsicht noch schnell ein zweites und drittes Foto. Zum Eintanzen Cha cha cha und die Wiederholung der Figuren aus den Mittagsstunden – und siehe da, es war nicht
alles vergessen. Unsere Bewegungen werden schon steifer und langsamer (jedenfalls bei einigen), und einige Ausfälle sind auch zu verzeichnen.

Jemand meint: die Basic beim
Wiener Walzer klappt bei ihm nicht so richtig. Also: Rechtsdrehung, Linksdrehung, offene Haltung. Auch hier werden die Schrittfolgen klar formuliert und gezeigt; und es wird auf die wesentlichen Haltungsschwerpunkte hingewiesen: wo zeigt der Kopf hin – ist der Vorwärtsschritt der kurze oder der Rückwärtsschritt? Bota fogo oder auch Schlittschuhschritt – eine schöne Variante zur Drehung.
Und wenn der Walzer einmal ruhiger angegangen werden muss, greift der
Discowalzer. 2 Schritte statt 3 pro Takt. Pendelschritt mit Engelchenfigur.

Nach fünf Stunden die Erlösung – eine körperlich wohlige Erlösung. Mit einem Blumenbouquet an Frau Keller endete dieser schöne Trainingstag. Danke, Frau Keller, Sie haben uns wundervoll unterrichtet!

Niedergeschrieben von Wolfgang Vahl.


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