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Anmerkungen zur Geburtstagsfeier

24. Januar 2012:
Am Dienstag, dem
24. Januar 2012 feierten wir im Forckenbecker den 50sten Geburtstag der Tanzsportabteilung an Land. Zur See sind die Feierlichkeiten mit der Stadtrundfahrt auf der Spree Komtess zu Ende gegangen. Der Rahmen war vom Vorstand gesetzt. Nun waren die Mitglieder an der Reihe, das Fest würdig zu begehen. Zum Glück war die Wetterwarnung mit Windböen und Regen eine „Ente“. Aber auch Bordcrew und die souveräne Fahrt des Kapitäns durch die schwierigen Berliner Gewässer - erfreuten die Anwesenden sehr. Das positive Echo der mitfahrenden Gäste gebe ich nur zu gern weiter und hoffe auf Wiederholung - vielleicht in anderen Gewässern und mit einem anderem Schiff. Dass Deutschland Portugal schlug, war das I-Tüpfelchen zu diesem perfekt organisierten Fest. Der Abend wird uns lange in Erinnerung bleiben.


9. Juni 2012
Ilona und Axels Resümee

Die „50-Jahre-Dampferfahrt"
Unsere Abteilung wurde am 24. Januar d. J. 50 Jahre alt, was auch taggenau im Vereinsheim mit einem Festakt gefeiert wurde, wir berichteten ausführlich darüber. Der "Festball" fand im Rahmen einer "Trainingsschifffahrt" aber erst am 9. Juni statt – auf dem Wasser!

Unsere Abteilungsleitung hatte von der Reederei Riedel das Motorschiff "Spree-Comtess" gechartert, ein 2002 gebautes elegantes Schiff, dessen Innenkapazität wir nur zur Hälfte genutzt haben und so für das Sitzen, für das Buffet und natürlich das Tanzen reichlich Platz geboten wurde. Um es vorweg zu nehmen: es wurden wunderbare fünf Stunden, die wir an Bord verbringen durften! Den Organisatoren sei schon jetzt herzlich gedankt!

Start war die Anlegestelle am Hansaplatz. Noch auf der Uferpromenade wurden wir von einem Drehorgelspieler und dem Grundnahrungsmittel der meisten Tänzer – einem Gläschen Sekt – empfangen; Zeit, um die Mitfahrer zu begrüßen, zu denen sich auch ehemalige Mitglieder und Gäste sowie unsere ehemaligen Trainer Marisa und Jörg eingefunden hatten. Unser derzeitiger Trainer Mike hatte seine Tanzpartnerin mitgebracht, sehr zu unserer späteren Freude!
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Beim Betreten des Schiffes wurde jedem Paar eine Festschrift anlässlich unseres Jubiläums überreicht und an den reservierten Plätzen wartete noch eine kleine Aufmerksamkeit auf die Gäste; tja, die Kleinigkeiten sind’s!

Um 20 Uhr legte dann die Spree-Comtess ab, wir fuhren zunächst spreeaufwärts durch das Regierungsviertel bis nach Rummelsburg.
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Das Buffet wurde eröffnet, an uns glitt in den letzten Sonnenstrahlen des Tages die Berliner Innenstadt vorbei – da bekamen viele von uns ein Problem: was tun? Das Buffet erobern und den Hunger stillen, zu bester Tanzmusik tanzen oder auf dem Oberdeck die Stadt zu genießen!

Dieses Problem auf höchstem Niveau löste jeder auf seine Weise, manche wollten alles gleichzeitig erleben, und so war viel Bewegung auf dem Schiff. Kurz vor dem Abzweig des Teltowkanals wurde gedreht, wir fuhren zum Osthafen zurück und bogen dort in den Landwehrkanal ein. Vorbei an vielen Standbars, wo viele Menschen unter freiem Himmel das EM-Fußballspiel Deutschland – Portugal verfolgten. Uns blieb diese Spiel verwehrt, dafür erlebten wir eine berauschende Darbietung: unser Trainer Mike zeigte uns gemeinsam mit seiner Partnerin, was heute im Turniertanzsport geleistet wird. Höhepunkt war ein Tanz mit den verbundenen Augen: Mike wollte uns demonstrieren, wie er seine nun "blinde" Partnerin führt – ein Steckenpferd von ihm, das Führen wird in vielen Trainingseinheiten gründlich trainiert; ob er jemals mit uns zufrieden sein wird?
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Um Mitternacht gab es das nächste Ereignis: Uschi Mleczkowski hatte Geburtstag! Sie musste nun eine längere Gratulationskur überstehen, viele Rosen in Empfang nehmen und wurde schließlich mit einem Ständchen in das neue Lebensjahr geschickt.

Die Reise näherte sich nun langsam dem Ende. Wir wären sehr pünktlich angekommen und die BVG-Nutzer hätten auch ihre geplante Bahn erreicht, wenn nicht ein verantwortungsloser Zeitgenosse bei einem Ausflugsschiff, das bereits am Abend gegenüber unserer Anlegestelle festgemacht wurde, die Seile wieder gelöst hätte, so dass es quer über die Spree ragte. Unser Schiffsführer musste natürlich hier erst mit der Spree-Comtess das Schiff wieder an das Ufer drücken und vertäuen lassen, bevor wir an unserem Ziel festmachen konnten.

Die fünf Stunden sind doch recht schnell vergangen; es hat einfach alles gestimmt: Essen, Musik waren gut, die Besatzung sehr nett und aufmerksam, so konnten alle Teilnehmer nur zufrieden sein. Werner Flemming hat schon früh begonnen, seine Eindrücke zu Papier und am Ende unserer Seereise zu Gehör zu bringen – so, wie wir es von ihm gewöhnt sind, seit vielen, vielen Jahren. Darum darf das Gedicht in diesem Beitrag unserer Abteilung auch nicht fehlen.

Nochmals ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren, die nächsten 50 Jahre sind ja nun schon angebrochen – wir freuen uns auf das nächste Jubiläum, kann ja bereits ein früherer Anlass sein...

Ilona und Axel Noack



Beiträge vom 24. Januar 2012

Nach 50 Jahren ist gar nichts vorbei


Der Otto, der Reuter, der sang ein Chanson,
ich glaube, die meisten, die kennen es schon.
Er meinte, wie’s ist oder kommt, das ist einerlei,
denn in 50 Jahren ist alles vorbei!

Er irrte, das sehen wir heute ganz klar,
denn uns’re Abteilung besteht 50 Jahr’!
Wir sind nicht die Jüngsten, doch wir bleiben dabei:
Nach 50 Jahren ist gar nichts vorbei!

Was haben wir alles in den Jahren erlebt,
da hat manchmal schon fast die Erde gebebt.
So manches Mal schimpften wir auf die Tanzerei,
und nach 50 Jahren ist das längst nicht vorbei!

Wir denken an Highlights, Turniere und Reisen,
was könnten wir die Vergangenheit preisen!
Mal war’s Vergnügen, mal auch Schufterei;
Nein, an den 50 Jahren führt gar nichts vorbei.

Die Zeit vergeht schnell, man kann sich nicht wehren.
Drum hatten wir oftmals Jubilare zu ehren.
Und heut’ sind sogar zwei Abteilungsgründer dabei,
Christel, Bernd, Ihr seht, nach 50 Jahren ist gar nichts vorbei!

Wir hoffen, dass die Abteilung noch lange besteht,
dass es immer noch irgendwie weiter geht,
und neue Mitglieder zahlreich strömen herbei.
Dann ist auch in 50 Jahren gar nichts vorbei!

Axel Noack, 24.01.2012




Zeitungsbeitrag: Die Tanzsportabteilung ist 50 geworden!


Wie heißt es so schön: Mit 50 ist man in den besten Jahren! Das trifft bestimmt auch für unsere Abteilung zu, denn trotz des recht hohen Durchschnittsalters strotzen wir vor Vitalität, auch wenn es zur Zeit bei der Breitensport-Formation verletzungsbedingt etwas eng geworden ist.

Aber wie fing das Ganze an. Wer auf unserer Webseite
www.psb24-tanzen.de schon einmal die Chronik angeklickt hat, sollte aber trotzdem weiterlesen, obwohl sie/er ja schon recht gut Bescheid weiß. Für Lesegäste, die das noch nicht getan haben, könnten diese Zeilen ein Appetitanreger sein – schaut doch auch mal rein, vielleicht kommt dabei sogar die Lust auf sich dieser, unserer bestimmt ganz besonderen Gruppe anzuschließen; ach, wie wär’ das schön...

Es war einmal – so fangen ja bekanntlich alle Märchen an. Das Folgende, das nicht in der Chronik steht, ist allerdings kein Märchen, das ist wahr:

Es waren einmal mehrere Damen und Herren, die 1962 im Postamt Berlin - Wilmersdorf zusammen saßen um eine Tanzsportabteilung im damaligen Post SV zu gründen. Sie hatten aber ein großes Problem: potentielle Mitglieder gab es genug, es fehlte ihnen aber ausgerechnet jetzt eine weitere Person, um die satzungsmäßige Mindestzahl der Gründungsmitglieder zu erreichen - was tun? Zufällig saßen in einem Nebenraum mehrere Judoka zusammen. Also wurde mutig gefragt, ob nicht einer dieser Herren bei der Gründung der Tanzsportabteilung behilflich sein wolle – und wirklich, der junge Spk Bernd Rödel war tatsächlich bereit mitzumachen und Mitgründer zu werden. Allerdings wurde die Doppelbelastung wohl zu groß und er entschied sich letztlich für den Judosport.

Es vergingen 48 Jahre
und der Bernd ist mit seiner Monika seit dem 1.Januar 2010 wieder aktiv dabei – und wie! Klingt doch wie ein Märchen, oder? Aber nicht zu vergessen, wir haben noch ein weiteres Gründungsmitglied unter uns: Christel Köppen als förderndes Mitglied!

Die Abteilung konnte sich in den folgenden Jahren einer stürmischen Entwicklung erfreuen, man trainierte in Räumen der Tanzschulen Knaul und Buchholz. Es wurde die Breitensport - Formation gegründet, die u. a. mit ihren „Alt-Berliner-Tänzen“, einer Standard-Formation und weiteren Tänzen auf vielen Veranstaltungen außerhalb des Vereins – auch in der jetzt abgerissenen Deutschlandhalle waren sie präsent – das Publikum erfreute. Die noch immer zu den Höhepunkten des Jahres gehörenden Herbstfahrten wurden aufgenommen, das Trainingswochenende (ein Ganztages-Training an einem Wochenende im Frühjahr) eingeführt.

1987 musste das Training wegen Verkaufs der Tanzschule Buchholz in Turnhallen verlegt werden. Wegen der Flüchtlingswelle 1989 mussten wir auch diese räumen und mieteten uns beim BTC im ehem. Osram-Gebäude im Wedding ein. Endlich wieder Parkettboden - aber lange konnten wir uns den nicht leisten. Wir zogen um in das Telekomgebäude in der Klosterstraße in Berlin - Mitte und konnten schließlich 1997 das Training in unser neues Vereinsheim in der Forckenbeckstraße in Wilmersdorf verlegen, wo wir noch heute aktiv sind.

Das Training der Breitensportler nahm in den ganzen Jahren seinen normalen Verlauf. Es fanden Trainerwechsel statt, es wurde mehrere Tanzsportabzeichen-Abnahmen durchgeführt, wir hatten Ein- und Austritte, aber nur ganz selten mussten wir uns in dunkler Kleidung von einer Sportkameradin oder einem –kameraden verabschieden – trotz des o. g. Altersdurchschnitts!

„Tanzen hält fit und erhöht die Lebenserwartung“, das behaupten nicht nur wir auf Grund unserer empirischen Erfahrung. Obendrein macht es auch noch Spaß, schafft viele Kontakte und auch Freundschaften innerhalb unseres Vereins und, was bisher noch nicht erwähnt wurde, unser Kulturkreis bezieht vor allem die fördernden Mitglieder, die ja mit dem Trainingsbetrieb nichts mehr zu tun haben, mit einem regelmäßigen Stammtisch und gemeinsamen Aktionen in das Vereinsleben ein!

Natürlich wurde der Geburtstag auch gebührend gefeiert; und das datumsgenau am 50.Jahrestag, am 24.01.2012! Wir trafen uns fast vollzählig in der Pinte unseres Vereinsheims und stießen mit einem Glas Sekt auf die Vergangenheit und natürlich auf die nächsten 50 Jahre an und ließen uns das kleine aber vorzügliche kalte Büffet schmecken. Zuvor hatte unser Abteilungsvorsitzende Arno Georges die Mitglieder und unseren Präsidenten Klaus Eichstädt begrüßt, der uns seinerseits nach einer kurzen, launigen Rede mit der Nachricht überraschte, dass der Hauptverein als Geburtstaggeschenk die Kosten für den Geburtstagssekt übernehmen würde! Reaktion: Lauter Jubel der Mitglieder und ein sichtlich zufriedenen Kassenwart...

Dieter Rüggen ließ dann in einem Resümee die vergangenen 50 Jahre an uns vorüberziehen; wie es seine Art ist gestaltete er seinen Vortrag humorvoll, kurzweilig und sparte auch nicht mit einigen spitzbübischen Bemerkungen. Der Berichterstatter stellte noch in einem Gedicht fest, dass Otto Reuter mit seinem Chanson „In 50 Jahren ist alles vorbei“
(siehe oben) doch nicht recht hatte, dann wechselte die Gesellschaft in den Ballettsaal.

Hier war bereits alles für eine Filmvorführung vorbereitet: „Wolle-Film“ zeigte uns in ca. 45 Minuten, was sich alles so in unserem Verein abgespielt hatte, von der ehem. Breitensport-Standardformation bis zu den heutigen Square Dancern, und nicht nur beim Berichterstatter kam schon etwas Wehmut auf: „Was hab’n wir uns verändert...!?“

Nach dem viel beklatschen Filmgenuss trat unsere Breitensport-Formation auf: In den Alt-Berliner-Kostümen zeigte sie drei Tänze auf der Basis eines musikalischen Originalmitschnitt einer Trainingseinheit unter Leitung des lautstarken Tanzlehrers Knaul, aufgenommen vor ca. 30 Jahren. Zu unserer Überraschung zeigte uns dann unser Trainer Matthias Holland die Videoaufnahme dieser Trainingsstunde – eine ganz andere Welt!

Zum Abschluss des Abends zeigten uns die Square-Dancer, dass sie ihre Fertigkeiten weiterentwickelt haben – toll, macht weiter so, nicht nachlassen.

Es war eine gelungene Geburtstagsfeier, und alle die dabei waren, werde gerne noch lange an diesen schönen Abend zurückdenken – mit einem herzlichen Dankeschön an die Organisatoren!

Axel Noack

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