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Besichtigung mit Führung im "Alten Wasserwerk" in Friedrichshagen

Am 26.07.2012 trafen sich 18 Tanzfreunde
67 im Maschinenhaus
unseres Kulturkreises und wollten sich über die Entwicklung der Wasserversorgung in Berlin informieren. Das Wasserwerk Friedrichshagen ging als drittes staatliches Wasserwerk 1893 in Berlin in Betrieb. (Erstes Wasserwerk Stralauer Tor 1856, zweites 1877 in Tegel). Der englische Ingenieur Henry Gill errichtete gemeinsam mit dem Stadtbaumeister Richard Schultze dieses Bauwerk im märkischen Backsteinbau-Stil.

Wir erfuhren durch Frau Kaiser in sehr unterhaltsamer Form viel Interessantes über die Entwicklung der Wasserversorgung in unserer Stadt.

Sind wir froh, dass wir heute leben und alle modernen Voraussetzungen, uns ein angenehmes Leben gestatten und nicht mehr die Abwassergosse am Straßenrand stinkt. Man muss auch nicht mehr das Wasser am Brunnen holen und zum Plumpsklo nicht erst zur Ecke gehen.

Die hygienischen Verhältnisse stanken zum Himmel und es gab Cholera, Pest en masse. Auch der Spruch "immer der Nase nach" stammt aus diesen Anfangsjahren, denn die Städte stanken wegen ihrer Gossen ganz fürchterlich und dienten dem Wanderer zur Orientierung.

Auch ein paar Tipps, wie man sich heute mit dem Wasserverbrauch verhält, hat sie uns verraten.

Zum Schluss wurde noch eine Maschine, die "Verbundkolbendampfmaschine" zur Wasserschöpfung
68aangeworfen. Toll, wie sich solche alten Maschinen noch schnaufend bewegen, sie sind eben unverwüstbar.
60a Waw Maschinenraum
Anschließend saßen wir noch in einem netten Biergarten am Müggelsee, genossen das schöne Wetter bei gutem Essen, Getränken, auch von der "Südseite", und hatten einen lustigen, netten Plausch bis zum frühen Abend.

Ilona Noack